Klimamanagement 2026 – Die Updates, die jetzt zählen · Teil 4 von 4

Fazit: Datenqualität wird zur eigentlichen Währung im Klimamanagement

Vier Teile, sechs Rahmenwerke, ein roter Faden: Überall verschiebt sich der Maßstab von „Haben wir überhaupt Zahlen?“ zu „Können wir belegen, woher diese Zahlen stammen?“

Der rote Faden dieser Serie

Bei aller Detailtiefe der letzten drei Teile zeichnet sich ein gemeinsamer roter Faden ab: Datenqualität wird zur eigentlichen Währung im Klimamanagement. Ob GHG Protocol, SBTi, EcoVadis, CBAM oder ISSB – überall verschiebt sich der Maßstab von der reinen Verfügbarkeit von Zahlen hin zu deren Belegbarkeit und Herkunft. Und mit der stärkeren Einbindung von CO2-Zertifikaten in die SBTi-Zielarchitektur wird auch Kompensation vom Nebenschauplatz zur strukturierten, prüfbaren Komponente der Klimastrategie.

Vier Prioritäten für die nächsten Monate

1 Primärdaten statt Schätzwerte aufbauen

Insbesondere für die Lieferkette. Das betrifft Scope-3-Kategorien ebenso wie CBAM-Importe.

2 Fristen im Blick behalten

Vom eigenen SBTi Five-Year-Review über die CBAM-Deklaration bis zu den kommenden GHG-Protocol-Konsultationen, an denen sich mitzuwirken lohnt.

3 Lieferantenbeziehungen jetzt neu ausrichten

Wer heute Vertrauen und Transparenz in der Kette aufbaut, verschafft sich einen Vorsprung, sobald Primärdaten überall zur Pflicht werden.

4 Berichtsstandard und CO2-Zertifikate strategisch einordnen

Prüfen, ob ISSB/IFRS S2 für die eigene internationale Aufstellung relevant wird, und die eigene Kompensationsstrategie an ICVCM- und VCMI-Kriterien ausrichten, bevor SBTi V2.0 verpflichtend wird.

Kurz gesagt

Wer die kommenden zwei Jahre nutzt, um belastbare Datenprozesse zu etablieren, wird 2027/2028 nicht von neuen Standards überrascht – sondern bereits vorbereitet sein.

Doreen Lanvers
Senior Climate Consultant

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